• Veranstaltungen 2021

Liebe Freundinnen und Freunde von GonsKultur,

es wird warm, immer mehr sind gepiekst – JA!

Fünf Konzerte waren geplant, bleiben noch drei im Augsut und September.
Im August wird wieder an fünf Sonntagen in Gärten gelesen.

Alles findet draußen statt – wenn das Wetter dafür ist.
Genaueres verkünden wir hier und im Newsletter.
Wozu wegfahren: der Sommer in Gonsenheim wird schön (... sagt die Hoffnung)!

 


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Literatur in Gärten — im August sonntags 17-18 Uhr

Urlaub in Gonsenheim: umgeben von privatem Grün ganz entspannt einer vorgetragenen Geschichte oder Lyrik lauschen, gedacht als sommerliche, geistige Erfrischung.

Auch dieses Jahr ist noch nicht frei von Bedingungen:
— Bitte melden Sie sich/melde Dich/Euch an (mit allen Namen, Adressen, Telefonnummern) unter gk(at)gonskultur.de Damit sind die Kontaktdaten bekannt und das Ausfüllen einer Liste entfällt.
— Die Anzahl der Besucher ist je nach Garten begrenzt. Für Paare/Gruppen können wir die Stühle zusammenstellen und Platz gewinnen. Wenn die Besucheranzahl erreicht ist, kommt als Antwort eine Absage, leider.
— Das Tragen einer FFP2 Maske gilt auf dem gesamten Gelände, außer am Sitzplatz. Ebenso gelten die bekannten Abstandsregeln.
— Getränke werden nicht angeboten, bitte mitbringen.

 

 

___ 8. August  Lennebergstraße 16, Zugang von Theodor-Körner-Straße
Im Bau von Frank Kafka
Ein Tier hat sich einen vielfältig gestalteten Bau gegraben. Darin lebt es zufrieden, hat viele Vorräte, von denen es nascht und schlummert dort friedlich.
Im weiteren Verlauf bekommt das Tier aber Bedenken was die Sicherheit seines Baus und dessen Zweckmäßigkeit anbelangt.
Seine stärker werdenden Sorgen verschärfen sich plötzlich, als in dem Bau ein unerklärliches Zischen auftritt. Das Tier steigert sich schließlich in eine zwanghafte Situation, in der es nicht mehr fressen oder schlafen kann, sondern nur noch über die möglichen Ursachen und Konsequenzen dieses Geräuschs nachdenkt.

 

___ 15. August  Am Gonsbach, Zugang über Backesgaade, vor der Fußgängerbrücke rechts, ist beschildert
Großes Solo für Anton von Herbert Rosendorfer (1976)
Es ist der ultimative lock-down:
Anton L., bis dahin Finanzbeamter mit einigen skurrilen Gewohnheiten, erwacht eines Morgens als einziger überlebender Mensch nach dem Verschwinden der Menschheit. In der Nacht hat er einen Lichtschein bemerkt, „ein fahler, gelblicher Schein wie in einer Schneenacht“. Er stellt fest, dass auf mysteriöse Weise sich alle anderen Menschen entmaterialisiert zu haben scheinen. Ihre Kleider liegen als leere Hüllen noch dort, wo sie verschwunden sind. Ein Grauen beschleicht ihn: „Die Seele gibt einen erwachsenen Bezirk nach dem anderen auf, verwandelt sich zurück, verteidigt zum Schluß nur noch den Kern des Wesens, der schon da war, als man noch Kind war.“
Nach einigen Aufwallungen solcher Panik passt er sich der neuen Situation aber relativ schnell an und beginnt, sich der Hinterlassenschaften der verschwundenen Menschen zu bedienen. Er zieht zunächst in ein großes Hotel und schließlich in ein Schlösschen innerhalb der ehemalig landesherrlichen Residenz. Der Gang der Erzählung wird immer wieder unterbrochen durch Episoden aus Anton L.s früherem Leben, ausgelöst meist durch Reminiszenzen Anton L.s, wenn er bei seinen Exkursionen in der menschenleeren Stadt auf Orte seines früheren Lebens trifft.
Außerdem verrät der Roman noch, was es mit seinem Motto „Der Endzweck der Welt ist ein Buch“, ein Zitat von Stéphane Mallarmé, auf sich hat.

___ 22. August  Am Gonsbach, Zugang über Backesgaade, vor der Fußgängerbrücke rechts, ist beschildert
Ministerium der Träume von Hengameh Yakoobifarah
Als die Polizei vor ihrer Tür steht, bricht für Nas eine Welt zusammen: ihre Schwester Nushin ist tot. Autounfall, sagen die Beamten. Suizid, ist Nas überzeugt. Gemeinsam haben sie alles überstanden: die Migration nach Deutschland, den Verlust ihres Vaters, die emotionale Abwesenheit ihrer Mutter, Nushins ungeplante Mutterschaft. Obwohl ein Kind nicht in ihr Leben passt, nimmt Nas ihre Nichte auf. Selbst als sie entdeckt, dass Nushin Geheimnisse hatte, schluckt Nas den Verrat herunter, gibt alles dafür, die Geschichte ihrer Schwester zu rekonstruieren – und erkennt, dass Nushin sie niemals im Stich gelassen hätte. »Ministerium der Träume« ist ein Roman über Wahl- und Zwangsfamilie, ein Debüt über den bedingungslosen Zusammenhalt unter Geschwistern, das auch in die dunklen Ecken deutscher Gegenwart vordringt.
»Hengameh Yaghoobifarah packt den Kopf so voll mit Bildern und das Herz mit Gefühlen, dass man es kaum aushält. Ein oft genutzter Vergleich, aber hier ist er wirklich treffend: Diese Geschichte ist so aufregend, angsteinflößend, lustig und aufrüttelnd wie eine Achterbahnfahrt.« Alice Hasters
»Dieser Text ist wie die heiß ersehnte köstliche Süßigkeit, nur besser. Viel besser. Er ist völlig anders als alles bisher Dagewesene, und Sie müssen ihn unbedingt kennenlernen.« Olga Grjasnowa

___ 29. August  Am Gonsbach, von der Raiffeisenstraße bachaufwärts der erste Garten rechts
Hard Land
von Benedict Well
Der Sommer, in dem Du Erwachsen wurdest – Und den Du nie mehr vergisst.
Missouri, 1985: Um vor den Problemen zu Hause zu fliehen, nimmt der fünfzehnjährige Sam einen Ferienjob in einem alten Kino an. Und einen magischen Sommer lang ist alles auf den Kopf gestellt. Er findet Freunde, verliebt sich und entdeckt die Geheimnisse seiner Heimatstadt. Zum ersten Mal ist er kein unscheinbarer Außenseiter mehr. Bis etwas passiert, das ihn zwingt, erwachsen zu werden. Eine Hommage an 80's Coming-of-Age-Filme wie The Breakfast Club und Stand By Me – die Geschichte eines Sommers, den man nie mehr vergisst.
ZITAT: »... und ich fühlte mich so, wie ich mich schon mein ganzes Leben lang fühlen wollte: übermütig und wach und mittendrin und unsterblich.«
Benedict Wells
wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, ›Vom Ende der Einsamkeit‹, stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet und bislang in 37 Sprachen veröffentlicht. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich.

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Das ist schon gewesen:

Chris Zimmer Five — 24. Juli 2021, 19 Uhr

Wäre gewesen ...
FÄLLT AUS
wg. Regen/Gewitter

AUSGEBUCHT!
„Dass ich auf der Platte nur Querflöte spiele, hat sich einfach ergeben, das war so nicht geplant.“ Der Mainzer Saxophonist und Flötist Chris Zimmer hatte unter anderem bei Emil Mangelsdorff Unterricht, John Coltranes Spiel inspirierte ihn stark. Er lebte 16 Jahre in New York und hat in den Staaten mit Größen wie Gil Coggins (Miles Davis), Cindy Blackman (Lenny Kravits), Kim Clarke (Defunkt) oder Bruce Edwards (Sun Ra Arkestra) zusammengearbeitet. In seiner Musik finden sich die unterschiedlichsten Einflüsse und verschmelzen zu seinem ganz eigenen Stil, dem er durch seine extravagante Spieltechnik, dem Überblasen und gleichzeitigen Singen ins Instrument eine besondere Farbe verleiht. Das neueste Album „The Swamp Thang“, das die Band an diesem Abend vorstellen wird, schlägt eine Brücke von Retro-Anklängen aus Soul-Jazz und 70s-Funk zu modernen Beats und Sounds, von Sixtie-R+B bis hin zu modernem Acid- und HipHop-Jazz. „Beseelte Musik voller Leidenschaft, die sich auch wild und unbändig ihren Weg bahnen kann.“ (Detlev Kinsler)

Chris Zimmer (Komposition) – flute
Ulf Kleiner  (Co-Komponist)  – keyboards
Jean Philippe Wadle – bass
David Meisenzahl – drums
Deniz Alatasguitar

Eintritt: 13 Euro, ermäßigt 10 € (GonsKulturMitglieder sowie Schüler:innen, Studierende und Sozialhilfeempfänger:innen bei Vorlage des entsprechenden Ausweises)

Einlass ab 18:15 Uhr. Begrenzte Platzzahl.
Einlass nur nach Anmeldung und mit FFP2 Maske sowie Impfnachweis oder Genesungsnachweis oder aktueller Corona-Test (kein Selbsttest, nicht älter als 24 Stunden).

Anmeldung unter gk(at)gonskultur.de mit kompletter Adresse und Telefonnummer.

Staudengärtnerei Odile Landragin, Hermann-Ehlers-Straße 12, 55124 Mainz
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Hier&Jazz! #30 — 11. Juli 2021, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood.
In Kooperation mit hierundjetzt – Raum, nein: Hof für die Künste.

Falls es regnet, legen wir eine Pause ein (Kaffee? Häppchen?). Danach geht es weiter!

The Gentlemen's Jazztett presents: Jazz on a summer's day – Duo Edition

Nach einem Jahr Corona-Pause präsentieren die Musiker des Gentlemen's Jazztett in Duo-Besetzung lauschigen und entspannten Jazz aus dem „Great American Songbook“ – der Sammlung großer amerikanischer Jazz-Standards und Originals. Mit einer Mischung aus Swing Titeln, Bossa-Novas und Balladen, unter anderem von Harold Arlen, George Gershwin, Cole Porter und Antonio Carlos Jobim, nehmen der Sänger Mirko Meurer und der Pianist Valentin Melvin das Publikum mit in die Welt der großen Jazzkomponisten der 1920er bis 1960er Jahre.

Mirko Meurer (Gesang) studierte Musik in Frankfurt am Main, ist neben seiner Tätigkeit als Jazz- und Swing-Sänger Gesangslehrer für Jazz und Pop, Lehrbeauftragter für Jazz und Popgesang an der Universität Koblenz, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Jazzabteilung der Hochschule für Musik Mainz und verwaltet den Jazzlandesverband Rheinland-Pfalz.

Valentin Melvin (Klavier), studiert Jazzklavier an der Hochschule für Musik Mainz und absolvierte ein Vorstudium in Basel. Er spielt in verschiedenen Jazzformationen zwischen Swing und Modern Jazz, ist Vorstandsmitglied im Mainzer Musikerkollektiv „Tonkult“, unterrichtet und ist auch als Klavierbegleiter für diverse Workshops an der Landesmusikakademie RLP tätig.

Eintritt: 9 Euro. 6 Euro für Schüler:innen, Student:innen und Sozialhilfeempfänger:innen bei Vorlage des entsprechenden Ausweises.

Einlass ab 10:15 Uhr. Begrenzte Platzzahl!
Einlass nur nach Anmeldung und mit FFP2 Maske sowie Impfnachweis oder Genesungsnachweis oder aktueller Corona-Test (kein Selbsttest, nicht älter als 24 Stunden).
Maskenpflicht auf dem Gelände, nicht am Sitzplatz.

Anmeldung nur unter gk(at)gonskultur.de (bitte nicht auf diese Mail antworten) mit kompletter Adresse und Telefonnummer. Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt – Raum für die Künste, Grabenstraße 65
www.hierundjetztinmainz.de

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