Presse:

Lesung Rahman Abbas — 02.06.2018

Lokale Zeitung

  • Veranstaltungen 2018

Literatur in Gärten — Juli und August, fast jeden Sonntag 17-18 Uhr

Urlaub in Gonsenheim: umgeben von privatem Grün ganz entspannt einer vorgetragenen Geschichte oder Lyrik lauschen, gedacht als sommerliche, geistige Erfrischung.

 

___ 8. Juli  Schulstraße 37
Hier sind meine Wurzeln, hier bin ich zu Haus Das Leben der Gerti Meyer-Jorgensen, geborene Salomon
Nach einer behüteten, glücklichen Kindheit und Jugend begann für Gerti Salomon aus Mainz 1933 eine Zeit der Ausgrenzung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Ihre Jugendliebe durfte sich mit ihr, der Jüdin, nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen. Wegen „Devisenvergehen“ wurde sie von der Gestapo verhaftet. Nach Verbüßung ihrer Gefängnisstrafe im Herbst 1940 bot nur die sofortige Flucht nach Shanghai die Rettung vor dem KZ. Doch das Leben in der von japanischen Truppen besetzten chinesischen Stadt, wo 18.000 bis 20.000 Juden Zuflucht fanden, war von Entbehrungen, Gefahren und Not geprägt. Nach dem Krieg verschlug es sie nach Südafrika, dann nach England und schließlich nach Wiesbaden. 
Gerti Meyer-Jorgensen hat alle Krisen ihres Lebens mit großer Zuversicht und Energie gemeistert und nie den Lebensmut verloren. Trotz der Verstoßung aus dem eigenen Land, trotz des Verlustes ihrer Familie hat sie sich die innere Verbindung und Liebe zu ihrer Heimat am Rhein nicht austreiben lassen.

 

___ 15. Juli  ACHTUNG: 16 Uhr!  Am Müllerwäldchen 15
Fever Pitch
Ballfieber von Nick Hornby
Nick ist verrückt nach Fußball. Mit elf Jahren ging er zum ersten Mal zu einem Fußballspiel. Seitdem ist Fußball das Wichtigste in seinem Leben. Wichtiger als Arbeit oder Freunde. Er ist ein großer Fan vom Londoner Club Arsenal. Und obwohl Fußball nicht nur gute Seiten hat ein großer Fan wird Nick immer bleiben. Ballfieber ist ein erstaunliches Buch über Fußball. Nicht nur für Fußballfans.
Nick Hornby, geboren 1957, ist ein britischer Schriftsteller. In Ballfieber erzählt er über sein eigenes Leben als Fußballfan. Es war sein erstes Buch. Die Original-Fassung (Fever Pitch) erschien 1992.
17 Uhr: Public Viewing vor Ort!

___ 29. Juli  Am Gonsbach, von der Raiffeisenstraße bachaufwärts der erste Garten rechts
Das Feld von Robert Seethaler
Was bleibt von einem Leben? Robert Seethalers Meisterwerk
In Robert Seethalers neuem Roman geht es um die letzten Dinge: um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Buch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu ei­nem großen Bild menschlicher Koexistenz.
Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Ein anderer hat nun endlich verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte sie­ben­­­undsechzig Männer, doch nur einen von ihnen hat sie geliebt. Einer war ver­­nünftig genug, sich seine Träume nicht zu er­füllen. Und einer dachte: Man müsste mal raus hier. Doch dann blieb er. Wenn die Toten sprechen könnten, wovon würden sie erzählen? Wäre es eine Geschichte oder die Erinnerung an einen Moment, an ein bestimmtes Gefühl, eine Regung? Was bleibt von einem Leben?
Robert Seethaler, geboren 1966 in Wien, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane Der Trafikant (2012) und Ein ganzes Leben (2014) wurden zu großen internationalen Publikumserfolgen. Robert Seethaler lebt in Wien und Berlin.
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Lesung für Kinder — 25. August 2018, 10 Uhr

Moppi und Peter 
Die wahre Geschichte zweier Hunde in der Nazi-Zeit

Moppi ist ein kleiner Spitz und stammt aus Nackenheim. Dort lebt er mit Selma, Heinrich, Herbert und Helmut Wolff ein munteres und zufriedenes Leben − bis die Nazis an die Macht kommen. Die mögen die Wolffs nicht, weil sie Juden sind. Familie Wolff muss Nackenheim verlassen und Moppi zieht mit ihnen nach Mainz in ein großes Haus in der Kaiserstraße, wo er die Bekanntschaft mit Peter, einem Terrier, macht. Beide freunden sich an. Aber die Freundschaft währt nur kurze Zeit. Peters Besitzer, Adolf und Nanette Lekisch, sind ebenfalls Juden und verlassen schon bald das Land. Im französischen Nîmes lernen sie den jüdischen Schriftsteller Lion Feuchtwanger und dessen Frau Marta kennen. Auf einer beschwerlichen Reise über Frankreich, Spanien und Portugal gelingt es ihnen, zu ihren Kindern in die USA zu flüchten.

Pressestimmen: „In einfacher Sprache geschrieben, sich auch in die Gefühlswelt der Vierbeiner hineinversetzend, und mit ausdrucksstarken Illustrationen von Hans Lichtenwagner versehen, hilft das Buch Kindern und Jugendlichen, Einblick zu erhalten in die Zeit des Nationalsozialismus und dessen unvorstellbare Grausamkeit den jüdischen Mitbürgern gegenüber“ Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 2017

Ab 10 Jahren

Eintritt: frei, Spenden erwünscht

Nimmerland Kinderbuchhandlung, Breite Straße 63
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Das ist schon gewesen:

Musik im Garten — 17. Juni 2018, 14 bis ca. 17:30 Uhr

ACHTUNG: Beginn eine Stunde früher!

Im Garten von Odile Landragin wird —– zum zehnten Mal! —– an verschiedenen Orten unterschiedliche Live-Musik erklingen, begleitet von Kaffee, Kuchen, Getränken und Häppchen. Findet auch bei schlechtem Wetter statt, nur bei Dauerregen fällt es aus.

Nid de Poule  Gesang, Gitarren, Kontrabass, Akkordeon
Begeistert von der Atmosphäre der Jazzclubs des linken Seineufers im Paris der dreißiger Jahre, spielt Nid de Poule eine Musik, die die französische Kunst, mit Emotionen zu spielen, gekonnt transportiert und dabei einen weiten Bogen von tiefer Melancholie bis hin zu spontaner Lebensfreude spannt.
Chansons im Gypsy-Swing Stil, etwas Pop, alles gewürzt mit einem Augenzwinkern und abgeschmeckt mit einem Schuss Rock ‘n Roll – eine spannende und reizvolle Mischung!
Bille Klingspor Gesang, Frank Zinkant, Gerd Rentschler Gitarren, Jürgen Dorn Kontrabass, Almut Schwab Akkordeon.

Freaker's Ball  Skiffle, Rock`n Roll, Blues, Country und Balladen
Freaker's Ball öffnen auf der Bühne eine historische Musikkiste mit ihren außergewöhnlichen Instrumenten und zelebrieren bodenständigen Skiffle und Rock 'n' Roll aus den 50ger bis 60ger Jahren mit außergewöhnlichen, akustischen Instrumenten.

Molly'n'Clou  Gesang, Gitarre, Persussion
Seit über 20 Jahren stehen die Sängerin/Percussionisten Birgit Leibfried und Sängerin/Gitarristin Sabine Seelig musikalisch gemeinsam auf der Bühne und haben dabei so viel Spaß am zweistimmigen Singen und dem groovigen Spielen von eigenen Stücken und Covers, dass kein Ende absehbar ist. Abwechslungsreich bewegen sie sich charmant-humorvoll zwischen Blues, Chanson, Soul, Jazz, um letztlich jedes Lied unverwechselbar neu zu schaffen. Sie lieben es, unbeschwerte Freiräume zu kreieren für spontane, stimmliche Improvisationen. Damit überraschen sie nicht nur gerne ihr Publikum, sondern auch sich selbst ...
Großes Musik-Feeling in Kleinst-Besetzung.

Eintritt: 10 €, GonsKultur-Mitglieder 7 €, Kinder bis 14 frei, Einlass: ab 13.30 Uhr

Staudengärtnerei Odile Landragin, Hermann-Ehlers-Straße 12
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Autorenlesung — 2. Juni 2018, 19:30 Uhr

... mit dem indischen Schriftsteller Rahman Abbas

„Die Stadt, das Meer, die Liebe“ von Rahman Abbas, 2016 in der Originalsprache Urdu und dieses Jahr in deutscher Übersetzung erschienen, ist eins der meistdiskutierten Bücher der zeitgenössischen Urdu-Literatur.

Die Geschichte erscheint auf den ersten Blick simpel: ein junger Mann zieht in die Groß­stadt Mumbai, ergreift einen Beruf, verliebt sich.

Dabei steckt der Roman voller Spannung und Fantasie, Sozialkritik, Philosophie und Poesie. Die Vielfalt der muslimischen Gemeinschaft Indiens, die persönlichen und sozialen Probleme der jungen Generation, religiöse und sexuelle Spannungen – all das ist Thema dieser Geschichte, die von den Spielarten der Liebe ebenso handelt wie von Mumbai, einer Stadt der Chancen wie auch einer Stadt des Elends.

Bei der Lesung werden Ausschnitte aus der deutschen Übersetzung vorgelesen. Der Autor wird gern Fragen zu seinem Buch und zur Urdu-Literatur ebenso wie zu politischen und sozialen Fragen in Indien beantworten. Anwesend ist auch die für die deutsche Übersetzung verant­wort­liche Mainzerin Prof. Dr. Almuth Degener. Das Gespräch mit Rahman Abbas wird in englischer und Sprache mit deutscher Übersetzung stattfinden.

Für musikalische Begleitung sorgt Jan Köhler auf seinem Marimbaphon.

Rahman Abbas, Jahrgang 1972, gehört zu den bedeutenden Autoren der indischen Gegenwartsliteratur. Er gehört der muslimischen Minderheit an und engagiert sich politisch gegen die Diskriminierung von Minderheiten und die auch in Indien stärker werdende fundamentalistische Ausrichtung des Islam. Für seine Veröffentlichungen wurde er 2011 mit dem bedeu­ten­den Literaturpreis Sahitya Academy Award ausgezeichnet, den er 2015 aus Protest gegen die von der Politik geförderte Intoleranz der indischen Gesellschaft zurückgab. Angriffe aus der islamistischen Szene sorgten dafür, dass er seine Stellung als Universitätslehrer verlor. Ein gerichtliches Verfahren gegen ihn wurde 2016 eingestellt.

Prof. Dr. Almuth Degener hat sich seit vielen Jahren mit indischen Literaturen befasst und lehrt am Gutenberg-Institut für Weltliteratur, Abt. Indologie an der Uni Mainz.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten, Einlass ab 19 Uhr

Stadtteiltreff Gonsenheim, Am Sportfeld 7 g

Presse: Lokale Zeitung

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Hier&Jazz! #18 — 29. April 2018, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood. 
In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

Louis Grote | Gesang & Piano

Im Solokonzert hat man den engsten Kontakt zum Publikum. Es knistert jede Pause in der frei gespielten Ballade und es wirkt jeder Text mit großer Intensität.
Für den Jazzsänger Louis Grote ist es immer wieder das Ziel, sein Publikum zu begeistern und mit Leichtigkeit und Leidenschaft mitzunehmen in die unterschiedlichen Stimmungen von Größen wie Chet Baker, Frank Sinatra oder Michael Bublé. Mit seiner ganz individuellen Mischung aus Altem und Neuem, Bekanntem und Unbekanntem sowie Eigenkompositionen macht der Sänger des Bundesjazzorchesters das Programm zu seinem Eigenen und präsentiert die Essenz seiner Eindrücke aus Konzerten in ganz Deutschland und im Ausland.

Eintritt: 5 Euro

Einlass ab 10:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl.
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt, Grabenstraße 65

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Klassik: Exzellentes Streichquartett aus Kanada — 14. April 2018, 19:30 Uhr

Eines der dynamischsten und aufregenden Weltklasse-Ensembles seiner Generation, das Borealis String Quartett, hat internationale Anerkennung der Kritiker für seine fulminanten Aufführungen wie für seinen leidenschaftlichen Stil und die ausgefeilten musikalischen Interpretationen erlangt. Ende 2000 in Vancouver, British Columbia, gegründet, erreichte das Quartett schnell eine außergewöhnliche Reputation. Das Borealis Quartett ist seitdem durch Nord-Amerika, Europa und Asien getourt und in den Großstädten der Welt bei ausverkauften Konzerten aufgetreten.
Obgleich sich das Borealis-Ensemble der großen traditionellen Quartett-Literatur verpflichtet fühlt, widmet es sich ebenfalls neuen Werken. Das Borealis-Streichquartett ist das Quartett-in-Residence* an der Kwantlen Polytechnic Universität in Langley, British Columbia. 

*Artist in Residence sind Programme, in denen Künstler unterschiedlicher Fachrichtungen von einer Institution/Hochschule unterstützt werden, ihre kreativen Tätigkeiten ohne unmittelbaren Einsatz eigener finanzieller Mittel auch außerhalb ihres Kulturkreises oder Wohnsitzes auszuüben. Residenzkünstler sind damit in der Lage, einen lebendigen Austausch mit Künstlern unterschiedlicher kultureller und regionaler Hintergründe oder Herkunft zu pflegen.

Eintritt: 10 Euro, Mitglieder 7 Euro
Einlass ab 19 Uhr
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

Kreuzkirche, Karlsbader Straße 7
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Hier&Jazz! #17 — 4. März 2018, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood. In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste. 

Mebus/Weinig
Marko Mebus
| Trompete
Bastian Weinig
| Kontrabass

Mit dieser Besetzung – reduziert auf das Wesentliche – ist der musikalische Dialog zwischen den beiden Musikern unmittelbar zu spüren. Fragil und doch voller Kraft wirkt das Produkt ihres Diskurses und lässt dem Einzelnen einen erheblichen Gestaltungsspielraum, den die beiden Freunde und Weggefährten zu nutzen wissen. Zwischen Bastian Weinig, einem der gefragtesten Bassisten der Rhein-Main-Szene, Preisträger Jugend jazzt 2013, und Marko Mebus, Trompeter des Bundesjazzorchesters der Bundesrepublik Deutschland und Träger des Landesmusikstipendiums Rheinland-Pfalz 2014–2015, herrscht seit ihren ersten Begegnungen musikalischer wie menschlicher Konsens. Aus diesem heraus und mit großer Unternehmenslust bringt dieses Duo sowohl bekannte Schätze aus der Historie des Jazz als auch frische Eigenkompositionen zum Klingen.

Eintritt: 5 Euro
Einlass ab 10:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl.
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt, Grabenstraße 65

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Jazz: Matthias Voigt Trio — 24. Februar 2018, 20 Uhr

Das Matthias Vogt Trio bildet die Keimzelle der Band [re:jazz], an deren Produktionen Gastmusiker wie Till Brönner, Joy Denalane, Erik Truffaz, Nathan Haines, Nils Petter Molvær, Viktoria Tolstoy oder Nils Wogram mitgewirkt haben. Was dort ausgearbeitet wird, findet seinen kreativen Anfang zumeist in der reduzierten Trio-Formation. Seit Ende des vergangenen Jahrtausends spielt das Trio zusammen und hat in dieser Zeit einen gemeinsamen Sound und eine musikalische Sprache entwickelt. Dabei hat es Matthias Vogt (Tasten), Andreas Büschelberger (t.a.f.k.a. Manns am Bass) und Volker Schmidt (Drums) nie gereicht, sich auf Altbewährtes zu verlassen, sondern es war essentiell, ihr Reperoire und auch ihre Farbpalette ständig zu erweitern – Erreichtes wurde in Frage gestellt, Ideen verworfen, Material umgebaut. Geblieben ist stets der lyrische Ton des Trios. 
Jazz oder Pop? Akustisch oder elektronisch? – Matthias Vogt produziert elektronische Clubtracks und arbeitet als Bandleader und Pianist auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen Jazz und Electronic. Wenn wir das Denken in Schubladen aufgeben, entdecken wir einen Musiker, der im Niemandsland zwischen den Genres seine Nische gefunden hat und musikalische Schätze birgt, die man dort nicht vermutet hätte.
So toll sind die: infracom.bandcamp.com/album/changing-colours

Eintritt: 12 €. GonsKultur-Mitglieder: 10 €.
Kartenreservierung (Plätze frei wählbar) unter gk@gonskultur.de,
Abholung bis spätestens 19:45 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr

Jugendzentrum GONSO, Mainzer Straße 2, 55124 Mainz

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Hier&Jazz! #16 — 28. Januar 2018, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood. In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

jazzgems 
Karmen Mikovic | Stimme & Piano 
Stephanie Wagner | Querflöten

Welch eine Chance, die sich dem begeisterten Jazzhörer hier eröffnet! Seit jeher geliebte Standards, zukünftige Klassiker und völlig Neues aus eigener Feder in bisher ungehört ungewöhnlicher Besetzung und Interpretation. Instrumentaler Gesang oder perkussive Flöte, impressionistisch hingehauchte Klanggebilde oder handfester Funk: Mit ihrem Duo „jazzgems“ haben Stephanie Wagner (fl) und Karmen Mikovic (p/voc) eine perfekte Spielwiese für ihre vielen musikalischen Vorlieben und Facetten gefunden. In ihren Arrangements widmen die beiden Musikerinnen sich dem hypnotisch-orientalischen „Variations for Trumpet“ von Don Ellis ohne Trompete genauso intensiv wie der Funknummer „Kool“ von John Scofield völlig ohne Drums und Bass – und Victor Feldmans „Leroy“, eigentlich eine Hommage an den Bassisten Leroy „The Walker“ Vinnegar, bekommt mit Karmen Mikovics Lyrics einen aufregenden Sidekick ins Amouröse... Ausdrucksstarker Jazz in neuem Format mit großem Farbenreichtum und mit ganz eigenem Sound!

„Transparenter, feiner und dennoch dichter Sound, den man von der Liaison aus Querflöte, Piano und Gesang so kaum erwartet hätte ... ausgereift und verspielt, hoch charmant und erdig tief ...  enorme melodische Prägnanz und eindrucksvolle Technik ... ein Zusammenprall an Talent und Originalität, der in einer bemerkenswerten Fusion ihren Ausdruck gefunden hat.“ Mannheimer Morgen

Eintritt: 5 Euro. 
Einlass ab 10:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl. 
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt, Grabenstraße 65

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Film: „The Salesman“ — 20. Januar 2018, 20 Uhr

Film von Asghar Farhadi (Iran 2016, 124 Min.) mit Taraneh Alidoosti und Shahab Hosseini

Risse, die nicht mehr zu kitten sind

Fluchtartig müssen Emad (Shahab Hosseini) und Rana (Taraneh Alidoosti) ihre Wohnung verlassen. Durch eine Beschädigung des Fundaments droht das Haus einzustürzen. Es kommt niemand zu Schaden, aber das Haus wird unbewohnbar. Die Metapher nimmt im Zeitraffer vorweg, was der Ehe von Emad und Rana widerfährt, die bis dato ein glückliches Paar waren.

Ein Bekannter stellt dem jungen Paar seine leerstehende Wohnung zur Verfügung. Dort lässt Rana eines Abends in Erwartung von Emad die Tür offen. Als Emad viel später tatsächlich die Treppe hochsteigt, findet er Blutspuren, das Blut seiner Frau. Man wird nie erfahren, was genau passiert ist. Rana weigert sich, auch nur über den Vorfall zu sprechen. Also macht sich Emad selbst auf die Suche nach dem Angreifer, besessen davon, ihn zu bestrafen. Zunehmend verstrickt sich das Paar in ein Geflecht aus Scham und Schuldzuweisungen und droht schließlich daran zu zerbrechen.

Eigentlich könnte „The Salesman“ überall auf der Welt spielen – die Tabuisierung sexueller Übergriffe, die Angst der Opfer, Bestrafung zu verlangen. Im Iran sorgte „The Salesman“ für einen Besucherrekord schon in der ersten Woche. In Cannes wurde er für das beste Drehbuch und den besten Darsteller geehrt und in USA mit dem Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet. Das ist bereits der zweite Oscar für den iranischen Regisseur Asghar Farhadi.

 

Eintritt: 6 €

Jugendzentrum GONSO, Mainzer Straße 2

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