Presse:

Lesung Rahman Abbas — 02.06.2018

Lokale Zeitung

  • Veranstaltungen 2018

Literatur in Gärten — Juli und August, fast jeden Sonntag 17-18 Uhr

Urlaub in Gonsenheim: umgeben von privatem Grün ganz entspannt einer vorgetragenen Geschichte oder Lyrik lauschen, gedacht als sommerliche, geistige Erfrischung.

 

___ 5. August  Am Gonsbach, Zugang über Backesgaade, vor der Fußgängerbrücke rechts, ist beschildert
Matilde unverrückbar – Zwölf rabenschwarze Erzählungen
von Gabriele von Arnim

Gustav hört Gewitterkassetten oder nimmt das ewige Rauschen der Meeresbran­dung mit seinem Tonbandgerät auf. Seine Frau Luise spielt wie besessen Patiencen auf ihrem Laptop. Die Lehrerin Matilde kann es nicht lassen, sich bei ihrem Ex-Geliebten unentbehrlich zu machen, bis sie sich plötzlich mit einer Postkarte vom Nil für immer verabschiedet. Die Innenarchitektin Marie liebt Kitsch nicht nur am Weihnachtsbaum, sondern auch bei ihren Liebesspielen. Klar, Gabriele von Arnim interessiert sich für Menschen mit Marotten, sie nimmt sie nicht ganz ernst, beschreibt sie aber mit ansteckendem Spaß am Detail. Es darf gelacht werden, geschmunzelt oder auch verständnisinnig genickt. Der Leser sieht die erfundenen Gestalten vor sich, wie sie genüsslich kochen, essen, Pralinen naschen oder sich ihren Freuden im Bett auch dann noch routiniert und sinnlich hingeben, wenn die großen Gefühle längst erkaltet sind.
Doch im Hintergrund lauert Gefahr, irgendetwas stimmt nicht mit diesen Paaren, die sich nur scheinbar mit dem Verschleiß ihrer Zweisamkeit abgefunden und sich im Alltag so penetrant reibungslos eingerichtet haben. Die Spannung wächst, sie löst sich manchmal am Schluss tragisch auf, meistens aber skurril oder grotesk.
Eine höchst unterhaltsame Lektüre – nicht nur für Liebhaber des Ab- und Hinter­gründigen.
Gabriele von Arnim (*1946) ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin, die neben ihrer Tätigkeit für diverse Zeitungen und Radio- und Fernsehanstalten u.a. verschiedene erzählerische Werke veröffentlicht hat.

___ 12. August  Am Gonsbach, Zugang über Backesgaade, vor der Fußgängerbrücke rechts, ist beschildert
6 Uhr 41
von Jean-Philippe Blondel
Cécile hat das Wochenende bei den Eltern verbracht. Am Montagmorgen sitzt sie erschöpft im Frühzug, ist auf dem Rückweg zu Mann und Kind. Der Platz neben ihr ist frei, ein Mann setzt sich. Cécile erkennt ihn sofort: Philippe Leduc. Auch Philippe hat Cécile gleich erkannt. Doch beide schweigen sie geschockt. Jeder für sich erinnern sie sich in den eineinhalb Stunden bis Paris, wie verliebt sie vor dreißig Jahren waren. Als sie zusammen ein romantisches Wochenende in London verbringen wollten und dort alles aus den Fugen geriet. Je näher der Gare de l'Est kommt, desto größer wird die Ungewissheit: Soll er sie ansprechen? Was könnte sie – nach all den Jahren – zu ihm sagen? Was wäre, wenn ...
»Ein Buch fürs Herz, das man vom ersten bis zum letzten Satz nicht mehr aus der Hand legen mag.« Westfälische Nachrichten

_____________________________________________________________________

Open Air Kino: „Paulette“ — 17. August 2018, 20.30 Uhr

Sozialkomödie aus Frankreich
mit Bernadette Lafont, Bianca Olsen, Laurie Aubanel
Regie: Jérôme Enrico

Alles geht schief. Wer kennt das nicht? Die alte Paulette hatte mal ein gut gehendes Restaurant mit ihrem Mann zusammen – jetzt ist dort ein Chinese. Nachdem ihr Mann gestorben war, lebt sie von einer kargen Rente in einem heruntergekommenen Pariser Vorort. Das Geld reicht nicht hinten und nicht vorne. Und verantwortlich macht sie dafür die Ausländer.
Ein Zufallsfund bringt sie auf eine wirklich großartige Idee, wie sie ihr Einkommen aufbessern könnte. Allerdings führt dies zunächst zu Konflikten im Quartier. Mehr wollen wir nicht verraten über diese sprühende Komödie voller bissigem Humor und ungeschliffener Dialoge, die jeder „political correctness“ entbehren.

Anschauen, mitlachen und schon erscheinen die Probleme des eigenen Alters in einem milderen Licht!

Einlass 20:30 Uhr, Filmbeginn bei Dunkelheit

Bitte beachten Sie Hinweise auf wetterbedingte Änderungen an dieser Stelle.

Eintritt: 6 €

Im Hof von .ing.team., Mainzer Str. 1/Ecke Rathaus
_____________________________________________________________________

___ 19. August  Kirchstraße 49
Töchter
von Lucy Fricke
Zwei Frauen um die 40: vom Leben gebeutelt und trotzdem voll verzweifelter Energie. Martha und Betty kennen sich seit 20 Jahren und brechen auf zu einer Reise in die Schweiz, mit einem todkranken Vater auf der Rückbank. Eine letzte, finale Fahrt soll es werden, doch nichts endet, wie sich die drei das vorgestellt haben, schon gar nicht das Leben.  „Töchter“ ist ein Road Movie, in dem ein Unglück auf das andere folgt und trotzdem hinreißend komisch und manchmal wahnsinnig irrwitzig von den beiden Freundinnen gemeistert wird.
Lucy Fricke sagt zu Ihrem Buch in einem Intellectures-Interview: „Es geht um die Wegmarke, wenn man 40 wird. Mich haben deshalb all die Fragen, mit denen man sich in dem Alter beschäftigt, interessiert: Kinderkriegen oder nicht, Familienent­würfe, Karriere, Scheitern - all das, was man intensiv spürt in dieser Zeit. Dazu kam die Auseinandersetzung mit den Eltern, die zunehmend alt und krank werden und manchmal eben auch sterben."
Diese Auseinandersetzung schildert die Autorin mit einer Leichtigkeit und gleich­zeitigen Tiefe, die verblüfft. „Rasant und geistreich“ sei der Roman heißt es bei Spiegel Online,  Deutschlandradio Kultur meint: „Lucy Fricke erzählt auf kluge und komische, traurige und erfrischende Weise“…Gründe genug, dieses Buch (vor) zu  lesen.
Lucy Fricke wurde 1974 in Hamburg geboren. Fricke arbeitete an zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit, zunächst als Schnittassistentin überwiegend jedoch als Script/Continuity, bevor sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studierte. Dort gab sie die Anthologie Tippgemeinschaft heraus und organisierte den „Internationalen Kongress für Literarisches Schreiben“. Sie wurde für Ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, dies ist ihr vierter Roman.

___ 26. August  Lennebergstraße 16
Karte und Gebiet von Michel Houellebecq
In „Karte und Gebiet“ (Frankreich 2010, deutsche Übersetzung 2011) geht es um den zeitgenössischen Pariser  Künstler Jed Martin. Dieser entwickelt sich mit der Zeit zu einem der gefragtesten Kunstschaffenden in Frankreich. Auf seinem künstlerischen Weg ist er zeitweise auch fasziniert von Michelin Straßenkarten. Er setzt diese mit fototechnischen Mitteln in Kunstwerke um, womit er großen Erfolg hat. In einer Ausstellung, die auch seine Landkarten Adaptationen zeigt, lernt er die wunderschöne Russin Olga kennen und bald darauf lieben. Olga arbeitet an exponierter Stelle bei Michelin im Marketing. Zusammen mit ihr führt Jed seinen künstlerischen auch zu einem finanziellen Erfolg für sich und den Michelin Verlag, gekrönt durch eine exklusive Ausstellung.
Im zweiten Teil des Werks lernt Jed Martin den weltberühmten Schriftsteller Michel Houellebecq kennen, der eine Vorrede zu einer Ausstellung von Jed schreibt, die diese zu einem internationalen Erfolg macht. Michel Houellebecq beschreibt sich hier selber auf unnachahmlich zynische, aber sehr unterhaltsame Weise.
Der dritte Teil handelt von der bestialischen Ermordung Michel Houellebecqs und den Folgen. Hier wird der Roman zum Krimi, dessen Auflösung wieder zu den Kunstwerken von Jed Martin führt.
Lesung im Rahmen „Literatur in Gärten“ am 26.8.2018
Die Lesung konzentriert sich ganz auf den ersten Teil des Buchs, eben wegen der Sonderrolle, die Michelin Landkarten darin spielen (die Michelin Straßenkarte als Objekt des künstlerischen Schaffens.) Obwohl Michel Houellebecq die Rolle dieser Karten in sarkastischer Weise beschreibt, hat mich die Möglichkeit, mit diesem Thema zu spielen, fasziniert. Damit kann eine Lesestunde gut gefüllt werden.
____________________________________________________________________

Lesung für Kinder — 25. August 2018, 10 Uhr

Moppi und Peter 
Die wahre Geschichte zweier Hunde in der Nazi-Zeit

Moppi ist ein kleiner Spitz und stammt aus Nackenheim. Dort lebt er mit Selma, Heinrich, Herbert und Helmut Wolff ein munteres und zufriedenes Leben − bis die Nazis an die Macht kommen. Die mögen die Wolffs nicht, weil sie Juden sind. Familie Wolff muss Nackenheim verlassen und Moppi zieht mit ihnen nach Mainz in ein großes Haus in der Kaiserstraße, wo er die Bekanntschaft mit Peter, einem Terrier, macht. Beide freunden sich an. Aber die Freundschaft währt nur kurze Zeit. Peters Besitzer, Adolf und Nanette Lekisch, sind ebenfalls Juden und verlassen schon bald das Land. Im französischen Nîmes lernen sie den jüdischen Schriftsteller Lion Feuchtwanger und dessen Frau Marta kennen. Auf einer beschwerlichen Reise über Frankreich, Spanien und Portugal gelingt es ihnen, zu ihren Kindern in die USA zu flüchten.

Pressestimmen: „In einfacher Sprache geschrieben, sich auch in die Gefühlswelt der Vierbeiner hineinversetzend, und mit ausdrucksstarken Illustrationen von Hans Lichtenwagner versehen, hilft das Buch Kindern und Jugendlichen, Einblick zu erhalten in die Zeit des Nationalsozialismus und dessen unvorstellbare Grausamkeit den jüdischen Mitbürgern gegenüber“ Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 2017

Ab 10 Jahren

Eintritt: frei, Spenden erwünscht

Nimmerland Kinderbuchhandlung, Breite Straße 63
_____________________________________________________________________

 

Das ist schon gewesen:

Musik im Garten — 17. Juni 2018, 14 bis ca. 17:30 Uhr

Im Garten von Odile Landragin wird —– zum zehnten Mal! —– an verschiedenen Orten unterschiedliche Live-Musik erklingen, begleitet von Kaffee, Kuchen, Getränken und Häppchen. Findet auch bei schlechtem Wetter statt, nur bei Dauerregen fällt es aus.

Nid de Poule  Gesang, Gitarren, Kontrabass, Akkordeon
Begeistert von der Atmosphäre der Jazzclubs des linken Seineufers im Paris der dreißiger Jahre, spielt Nid de Poule eine Musik, die die französische Kunst, mit Emotionen zu spielen, gekonnt transportiert und dabei einen weiten Bogen von tiefer Melancholie bis hin zu spontaner Lebensfreude spannt.
Chansons im Gypsy-Swing Stil, etwas Pop, alles gewürzt mit einem Augenzwinkern und abgeschmeckt mit einem Schuss Rock ‘n Roll – eine spannende und reizvolle Mischung!
Bille Klingspor Gesang, Frank Zinkant, Gerd Rentschler Gitarren, Jürgen Dorn Kontrabass, Almut Schwab Akkordeon.

Freaker's Ball  Skiffle, Rock`n Roll, Blues, Country und Balladen
Freaker's Ball öffnen auf der Bühne eine historische Musikkiste mit ihren außergewöhnlichen Instrumenten und zelebrieren bodenständigen Skiffle und Rock 'n' Roll aus den 50ger bis 60ger Jahren mit außergewöhnlichen, akustischen Instrumenten.

Molly'n'Clou  Gesang, Gitarre, Persussion
Seit über 20 Jahren stehen die Sängerin/Percussionisten Birgit Leibfried und Sängerin/Gitarristin Sabine Seelig musikalisch gemeinsam auf der Bühne und haben dabei so viel Spaß am zweistimmigen Singen und dem groovigen Spielen von eigenen Stücken und Covers, dass kein Ende absehbar ist. Abwechslungsreich bewegen sie sich charmant-humorvoll zwischen Blues, Chanson, Soul, Jazz, um letztlich jedes Lied unverwechselbar neu zu schaffen. Sie lieben es, unbeschwerte Freiräume zu kreieren für spontane, stimmliche Improvisationen. Damit überraschen sie nicht nur gerne ihr Publikum, sondern auch sich selbst ...
Großes Musik-Feeling in Kleinst-Besetzung.

Eintritt: 10 €, GonsKultur-Mitglieder 7 €, Kinder bis 14 frei, Einlass: ab 13.30 Uhr

Staudengärtnerei Odile Landragin, Hermann-Ehlers-Straße 12
_____________________________________________________________________

Autorenlesung — 2. Juni 2018, 19:30 Uhr

... mit dem indischen Schriftsteller Rahman Abbas

„Die Stadt, das Meer, die Liebe“ von Rahman Abbas, 2016 in der Originalsprache Urdu und dieses Jahr in deutscher Übersetzung erschienen, ist eins der meistdiskutierten Bücher der zeitgenössischen Urdu-Literatur.

Die Geschichte erscheint auf den ersten Blick simpel: ein junger Mann zieht in die Groß­stadt Mumbai, ergreift einen Beruf, verliebt sich.

Dabei steckt der Roman voller Spannung und Fantasie, Sozialkritik, Philosophie und Poesie. Die Vielfalt der muslimischen Gemeinschaft Indiens, die persönlichen und sozialen Probleme der jungen Generation, religiöse und sexuelle Spannungen – all das ist Thema dieser Geschichte, die von den Spielarten der Liebe ebenso handelt wie von Mumbai, einer Stadt der Chancen wie auch einer Stadt des Elends.

Bei der Lesung werden Ausschnitte aus der deutschen Übersetzung vorgelesen. Der Autor wird gern Fragen zu seinem Buch und zur Urdu-Literatur ebenso wie zu politischen und sozialen Fragen in Indien beantworten. Anwesend ist auch die für die deutsche Übersetzung verant­wort­liche Mainzerin Prof. Dr. Almuth Degener. Das Gespräch mit Rahman Abbas wird in englischer und Sprache mit deutscher Übersetzung stattfinden.

Für musikalische Begleitung sorgt Jan Köhler auf seinem Marimbaphon.

Rahman Abbas, Jahrgang 1972, gehört zu den bedeutenden Autoren der indischen Gegenwartsliteratur. Er gehört der muslimischen Minderheit an und engagiert sich politisch gegen die Diskriminierung von Minderheiten und die auch in Indien stärker werdende fundamentalistische Ausrichtung des Islam. Für seine Veröffentlichungen wurde er 2011 mit dem bedeu­ten­den Literaturpreis Sahitya Academy Award ausgezeichnet, den er 2015 aus Protest gegen die von der Politik geförderte Intoleranz der indischen Gesellschaft zurückgab. Angriffe aus der islamistischen Szene sorgten dafür, dass er seine Stellung als Universitätslehrer verlor. Ein gerichtliches Verfahren gegen ihn wurde 2016 eingestellt.

Prof. Dr. Almuth Degener hat sich seit vielen Jahren mit indischen Literaturen befasst und lehrt am Gutenberg-Institut für Weltliteratur, Abt. Indologie an der Uni Mainz.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten, Einlass ab 19 Uhr

Stadtteiltreff Gonsenheim, Am Sportfeld 7 g

Presse: Lokale Zeitung

_____________________________________________________________________

 

Hier&Jazz! #18 — 29. April 2018, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood. 
In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

Louis Grote | Gesang & Piano

Im Solokonzert hat man den engsten Kontakt zum Publikum. Es knistert jede Pause in der frei gespielten Ballade und es wirkt jeder Text mit großer Intensität.
Für den Jazzsänger Louis Grote ist es immer wieder das Ziel, sein Publikum zu begeistern und mit Leichtigkeit und Leidenschaft mitzunehmen in die unterschiedlichen Stimmungen von Größen wie Chet Baker, Frank Sinatra oder Michael Bublé. Mit seiner ganz individuellen Mischung aus Altem und Neuem, Bekanntem und Unbekanntem sowie Eigenkompositionen macht der Sänger des Bundesjazzorchesters das Programm zu seinem Eigenen und präsentiert die Essenz seiner Eindrücke aus Konzerten in ganz Deutschland und im Ausland.

Eintritt: 5 Euro

Einlass ab 10:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl.
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt, Grabenstraße 65

_____________________________________________________________________

 

Klassik: Exzellentes Streichquartett aus Kanada — 14. April 2018, 19:30 Uhr

Eines der dynamischsten und aufregenden Weltklasse-Ensembles seiner Generation, das Borealis String Quartett, hat internationale Anerkennung der Kritiker für seine fulminanten Aufführungen wie für seinen leidenschaftlichen Stil und die ausgefeilten musikalischen Interpretationen erlangt. Ende 2000 in Vancouver, British Columbia, gegründet, erreichte das Quartett schnell eine außergewöhnliche Reputation. Das Borealis Quartett ist seitdem durch Nord-Amerika, Europa und Asien getourt und in den Großstädten der Welt bei ausverkauften Konzerten aufgetreten.
Obgleich sich das Borealis-Ensemble der großen traditionellen Quartett-Literatur verpflichtet fühlt, widmet es sich ebenfalls neuen Werken. Das Borealis-Streichquartett ist das Quartett-in-Residence* an der Kwantlen Polytechnic Universität in Langley, British Columbia. 

*Artist in Residence sind Programme, in denen Künstler unterschiedlicher Fachrichtungen von einer Institution/Hochschule unterstützt werden, ihre kreativen Tätigkeiten ohne unmittelbaren Einsatz eigener finanzieller Mittel auch außerhalb ihres Kulturkreises oder Wohnsitzes auszuüben. Residenzkünstler sind damit in der Lage, einen lebendigen Austausch mit Künstlern unterschiedlicher kultureller und regionaler Hintergründe oder Herkunft zu pflegen.

Eintritt: 10 Euro, Mitglieder 7 Euro
Einlass ab 19 Uhr
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

Kreuzkirche, Karlsbader Straße 7
_____________________________________________________________________

Hier&Jazz! #17 — 4. März 2018, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood. In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste. 

Mebus/Weinig
Marko Mebus
| Trompete
Bastian Weinig
| Kontrabass

Mit dieser Besetzung – reduziert auf das Wesentliche – ist der musikalische Dialog zwischen den beiden Musikern unmittelbar zu spüren. Fragil und doch voller Kraft wirkt das Produkt ihres Diskurses und lässt dem Einzelnen einen erheblichen Gestaltungsspielraum, den die beiden Freunde und Weggefährten zu nutzen wissen. Zwischen Bastian Weinig, einem der gefragtesten Bassisten der Rhein-Main-Szene, Preisträger Jugend jazzt 2013, und Marko Mebus, Trompeter des Bundesjazzorchesters der Bundesrepublik Deutschland und Träger des Landesmusikstipendiums Rheinland-Pfalz 2014–2015, herrscht seit ihren ersten Begegnungen musikalischer wie menschlicher Konsens. Aus diesem heraus und mit großer Unternehmenslust bringt dieses Duo sowohl bekannte Schätze aus der Historie des Jazz als auch frische Eigenkompositionen zum Klingen.

Eintritt: 5 Euro
Einlass ab 10:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl.
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt, Grabenstraße 65

_____________________________________________________________________

Jazz: Matthias Voigt Trio — 24. Februar 2018, 20 Uhr

Das Matthias Vogt Trio bildet die Keimzelle der Band [re:jazz], an deren Produktionen Gastmusiker wie Till Brönner, Joy Denalane, Erik Truffaz, Nathan Haines, Nils Petter Molvær, Viktoria Tolstoy oder Nils Wogram mitgewirkt haben. Was dort ausgearbeitet wird, findet seinen kreativen Anfang zumeist in der reduzierten Trio-Formation. Seit Ende des vergangenen Jahrtausends spielt das Trio zusammen und hat in dieser Zeit einen gemeinsamen Sound und eine musikalische Sprache entwickelt. Dabei hat es Matthias Vogt (Tasten), Andreas Büschelberger (t.a.f.k.a. Manns am Bass) und Volker Schmidt (Drums) nie gereicht, sich auf Altbewährtes zu verlassen, sondern es war essentiell, ihr Reperoire und auch ihre Farbpalette ständig zu erweitern – Erreichtes wurde in Frage gestellt, Ideen verworfen, Material umgebaut. Geblieben ist stets der lyrische Ton des Trios. 
Jazz oder Pop? Akustisch oder elektronisch? – Matthias Vogt produziert elektronische Clubtracks und arbeitet als Bandleader und Pianist auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen Jazz und Electronic. Wenn wir das Denken in Schubladen aufgeben, entdecken wir einen Musiker, der im Niemandsland zwischen den Genres seine Nische gefunden hat und musikalische Schätze birgt, die man dort nicht vermutet hätte.
So toll sind die: infracom.bandcamp.com/album/changing-colours

Eintritt: 12 €. GonsKultur-Mitglieder: 10 €.
Kartenreservierung (Plätze frei wählbar) unter gk@gonskultur.de,
Abholung bis spätestens 19:45 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr

Jugendzentrum GONSO, Mainzer Straße 2, 55124 Mainz

_____________________________________________________________________

Hier&Jazz! #16 — 28. Januar 2018, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood. In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

jazzgems 
Karmen Mikovic | Stimme & Piano 
Stephanie Wagner | Querflöten

Welch eine Chance, die sich dem begeisterten Jazzhörer hier eröffnet! Seit jeher geliebte Standards, zukünftige Klassiker und völlig Neues aus eigener Feder in bisher ungehört ungewöhnlicher Besetzung und Interpretation. Instrumentaler Gesang oder perkussive Flöte, impressionistisch hingehauchte Klanggebilde oder handfester Funk: Mit ihrem Duo „jazzgems“ haben Stephanie Wagner (fl) und Karmen Mikovic (p/voc) eine perfekte Spielwiese für ihre vielen musikalischen Vorlieben und Facetten gefunden. In ihren Arrangements widmen die beiden Musikerinnen sich dem hypnotisch-orientalischen „Variations for Trumpet“ von Don Ellis ohne Trompete genauso intensiv wie der Funknummer „Kool“ von John Scofield völlig ohne Drums und Bass – und Victor Feldmans „Leroy“, eigentlich eine Hommage an den Bassisten Leroy „The Walker“ Vinnegar, bekommt mit Karmen Mikovics Lyrics einen aufregenden Sidekick ins Amouröse... Ausdrucksstarker Jazz in neuem Format mit großem Farbenreichtum und mit ganz eigenem Sound!

„Transparenter, feiner und dennoch dichter Sound, den man von der Liaison aus Querflöte, Piano und Gesang so kaum erwartet hätte ... ausgereift und verspielt, hoch charmant und erdig tief ...  enorme melodische Prägnanz und eindrucksvolle Technik ... ein Zusammenprall an Talent und Originalität, der in einer bemerkenswerten Fusion ihren Ausdruck gefunden hat.“ Mannheimer Morgen

Eintritt: 5 Euro. 
Einlass ab 10:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl. 
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt, Grabenstraße 65

_____________________________________________________________________

Film: „The Salesman“ — 20. Januar 2018, 20 Uhr

Film von Asghar Farhadi (Iran 2016, 124 Min.) mit Taraneh Alidoosti und Shahab Hosseini

Risse, die nicht mehr zu kitten sind

Fluchtartig müssen Emad (Shahab Hosseini) und Rana (Taraneh Alidoosti) ihre Wohnung verlassen. Durch eine Beschädigung des Fundaments droht das Haus einzustürzen. Es kommt niemand zu Schaden, aber das Haus wird unbewohnbar. Die Metapher nimmt im Zeitraffer vorweg, was der Ehe von Emad und Rana widerfährt, die bis dato ein glückliches Paar waren.

Ein Bekannter stellt dem jungen Paar seine leerstehende Wohnung zur Verfügung. Dort lässt Rana eines Abends in Erwartung von Emad die Tür offen. Als Emad viel später tatsächlich die Treppe hochsteigt, findet er Blutspuren, das Blut seiner Frau. Man wird nie erfahren, was genau passiert ist. Rana weigert sich, auch nur über den Vorfall zu sprechen. Also macht sich Emad selbst auf die Suche nach dem Angreifer, besessen davon, ihn zu bestrafen. Zunehmend verstrickt sich das Paar in ein Geflecht aus Scham und Schuldzuweisungen und droht schließlich daran zu zerbrechen.

Eigentlich könnte „The Salesman“ überall auf der Welt spielen – die Tabuisierung sexueller Übergriffe, die Angst der Opfer, Bestrafung zu verlangen. Im Iran sorgte „The Salesman“ für einen Besucherrekord schon in der ersten Woche. In Cannes wurde er für das beste Drehbuch und den besten Darsteller geehrt und in USA mit dem Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet. Das ist bereits der zweite Oscar für den iranischen Regisseur Asghar Farhadi.

 

Eintritt: 6 €

Jugendzentrum GONSO, Mainzer Straße 2

_____________________________________________________________________