Presse:

  • Veranstaltungen 2018

Jazz: Matthias Voigt Trio — 24. Februar 2018, 20 Uhr

Das Matthias Vogt Trio bildet die Keimzelle der Band [re:jazz], an deren Produktionen Gastmusiker wie Till Brönner, Joy Denalane, Erik Truffaz, Nathan Haines, Nils Petter Molvær, Viktoria Tolstoy oder Nils Wogram mitgewirkt haben. Was dort ausgearbeitet wird, findet seinen kreativen Anfang zumeist in der reduzierten Trio-Formation. Seit Ende des vergangenen Jahrtausends spielt das Trio zusammen und hat in dieser Zeit einen gemeinsamen Sound und eine musikalische Sprache entwickelt. Dabei hat es Matthias Vogt (Tasten), Andreas Büschelberger (t.a.f.k.a. Manns am Bass) und Volker Schmidt (Drums) nie gereicht, sich auf Altbewährtes zu verlassen, sondern es war essentiell, ihr Reperoire und auch ihre Farbpalette ständig zu erweitern – Erreichtes wurde in Frage gestellt, Ideen verworfen, Material umgebaut. Geblieben ist stets der lyrische Ton des Trios. 
Jazz oder Pop? Akustisch oder elektronisch? – Matthias Vogt produziert elektronische Clubtracks und arbeitet als Bandleader und Pianist auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen Jazz und Electronic. Wenn wir das Denken in Schubladen aufgeben, entdecken wir einen Musiker, der im Niemandsland zwischen den Genres seine Nische gefunden hat und musikalische Schätze birgt, die man dort nicht vermutet hätte.
So toll sind die: infracom.bandcamp.com/album/changing-colours

Eintritt: 12 €. GonsKultur-Mitglieder: 10 €.
Kartenreservierung (Plätze frei wählbar) unter gk@gonskultur.de,
Abholung bis spätestens 19:45 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr

Jugendzentrum GONSO, Mainzer Straße 2, 55124 Mainz

_____________________________________________________________________

Hier&Jazz! #17 — 4. März 2018, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood. In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste. 

Mebus/Weinig
Marko Mebus
| Trompete
Bastian Weinig
| Kontrabass

Mit dieser Besetzung – reduziert auf das Wesentliche – ist der musikalische Dialog zwischen den beiden Musikern unmittelbar zu spüren. Fragil und doch voller Kraft wirkt das Produkt ihres Diskurses und lässt dem Einzelnen einen erheblichen Gestaltungsspielraum, den die beiden Freunde und Weggefährten zu nutzen wissen. Zwischen Bastian Weinig, einem der gefragtesten Bassisten der Rhein-Main-Szene, Preisträger Jugend jazzt 2013, und Marko Mebus, Trompeter des Bundesjazzorchesters der Bundesrepublik Deutschland und Träger des Landesmusikstipendiums Rheinland-Pfalz 2014–2015, herrscht seit ihren ersten Begegnungen musikalischer wie menschlicher Konsens. Aus diesem heraus und mit großer Unternehmenslust bringt dieses Duo sowohl bekannte Schätze aus der Historie des Jazz als auch frische Eigenkompositionen zum Klingen.

Eintritt: 5 Euro
Einlass ab 10:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl.
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt, Grabenstraße 65

_____________________________________________________________________

Das ist schon gewesen:

Hier&Jazz! #16 — 28. Januar 2018, 11 bis ca. 12:30 Uhr

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood. In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

jazzgems 
Karmen Mikovic | Stimme & Piano 
Stephanie Wagner | Querflöten

Welch eine Chance, die sich dem begeisterten Jazzhörer hier eröffnet! Seit jeher geliebte Standards, zukünftige Klassiker und völlig Neues aus eigener Feder in bisher ungehört ungewöhnlicher Besetzung und Interpretation. Instrumentaler Gesang oder perkussive Flöte, impressionistisch hingehauchte Klanggebilde oder handfester Funk: Mit ihrem Duo „jazzgems“ haben Stephanie Wagner (fl) und Karmen Mikovic (p/voc) eine perfekte Spielwiese für ihre vielen musikalischen Vorlieben und Facetten gefunden. In ihren Arrangements widmen die beiden Musikerinnen sich dem hypnotisch-orientalischen „Variations for Trumpet“ von Don Ellis ohne Trompete genauso intensiv wie der Funknummer „Kool“ von John Scofield völlig ohne Drums und Bass – und Victor Feldmans „Leroy“, eigentlich eine Hommage an den Bassisten Leroy „The Walker“ Vinnegar, bekommt mit Karmen Mikovics Lyrics einen aufregenden Sidekick ins Amouröse... Ausdrucksstarker Jazz in neuem Format mit großem Farbenreichtum und mit ganz eigenem Sound!

„Transparenter, feiner und dennoch dichter Sound, den man von der Liaison aus Querflöte, Piano und Gesang so kaum erwartet hätte ... ausgereift und verspielt, hoch charmant und erdig tief ...  enorme melodische Prägnanz und eindrucksvolle Technik ... ein Zusammenprall an Talent und Originalität, der in einer bemerkenswerten Fusion ihren Ausdruck gefunden hat.“ Mannheimer Morgen

Eintritt: 5 Euro. 
Einlass ab 10:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl. 
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt, Grabenstraße 65

_____________________________________________________________________

Film: „The Salesman“ — 20. Januar 2018, 20 Uhr

Film von Asghar Farhadi (Iran 2016, 124 Min.) mit Taraneh Alidoosti und Shahab Hosseini

Risse, die nicht mehr zu kitten sind

Fluchtartig müssen Emad (Shahab Hosseini) und Rana (Taraneh Alidoosti) ihre Wohnung verlassen. Durch eine Beschädigung des Fundaments droht das Haus einzustürzen. Es kommt niemand zu Schaden, aber das Haus wird unbewohnbar. Die Metapher nimmt im Zeitraffer vorweg, was der Ehe von Emad und Rana widerfährt, die bis dato ein glückliches Paar waren.

Ein Bekannter stellt dem jungen Paar seine leerstehende Wohnung zur Verfügung. Dort lässt Rana eines Abends in Erwartung von Emad die Tür offen. Als Emad viel später tatsächlich die Treppe hochsteigt, findet er Blutspuren, das Blut seiner Frau. Man wird nie erfahren, was genau passiert ist. Rana weigert sich, auch nur über den Vorfall zu sprechen. Also macht sich Emad selbst auf die Suche nach dem Angreifer, besessen davon, ihn zu bestrafen. Zunehmend verstrickt sich das Paar in ein Geflecht aus Scham und Schuldzuweisungen und droht schließlich daran zu zerbrechen.

Eigentlich könnte „The Salesman“ überall auf der Welt spielen – die Tabuisierung sexueller Übergriffe, die Angst der Opfer, Bestrafung zu verlangen. Im Iran sorgte „The Salesman“ für einen Besucherrekord schon in der ersten Woche. In Cannes wurde er für das beste Drehbuch und den besten Darsteller geehrt und in USA mit dem Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet. Das ist bereits der zweite Oscar für den iranischen Regisseur Asghar Farhadi.

 

Eintritt: 6 €

Jugendzentrum GONSO, Mainzer Straße 2

_____________________________________________________________________