• Veranstaltungen 2020

Literatur in Gärten — im August sonntags 17-18 Uhr

Urlaub in Gonsenheim: umgeben von privatem Grün ganz entspannt einer vorgetragenen Geschichte oder Lyrik lauschen, gedacht als sommerliche, geistige Erfrischung.

Dieses Jahr ist besonders und es gibt Bedingungen:
— Bitte melden Sie sich/melde Dich/Euch an unter gk(at)gonskultur.de. Damit sind die Kontaktdaten bekannt und das Ausfüllen einer Liste entfällt.
— Der Platz ist je nach Garten begrenzt. Für Paare können wir die Stühle zusammenstellen und gewinnen. Wenn die Besucheranzahl erreicht ist, kommt als Antwort eine Absage, leider.
— Beim Betreten und Verlassen des Gartens gilt: Maske tragen, Abstand halten.
— Getränke werden nicht angeboten, bitte mitbringen.

 

AUSGEBUCHT! ___ 2. August  Am Gonsbach, von der Raiffeisenstraße bachaufwärts der erste Garten rechts
Königskinder von Alex Capus (2018)
Als Max und Tina in ihrem Auto eingeschneit auf einem Alpenpass ausharren müssen, erzählt Max eine Geschichte, die genau dort in den Bergen, zur Zeit der Französischen Revolution, ihren Anfang nimmt. Jakob ist ein Knecht aus dem Greyerzerland. Als er sich in Marie, die Tochter eines reichen Bauern, verliebt, ist dieser entsetzt. Er schickt den Jungen erst in den Kriegsdienst, später als Hirte an den Hof Ludwigs XVI. Dort ist man so gerührt von Jakobs Unglück, dass man auch Marie nach Versailles holen lässt. Meisterhaft verwebt Alex Capus das Abenteuer des armen Kuhhirten und der reichen Bauerntochter mit Max' und Tinas Nacht in den Bergen.
Capus hält sich streng an die Aristotelische Poetik, würzt seine wahre, zudem gut recherchierte Geschichte um den Hirtenjungen Jacob, der sich in die reiche Bauerntochter Marie verliebt und mit ihr nach einigen Umwegen auf Schloss Versailles zusammenlebt, mit Witz, Raffinesse und Märchenelementen und macht damit nicht nur „Schmökernasen“ glücklich, versichert der Kritiker. Denn wenn der Autor seine Story in die „herzhaften Dialogduelle“ eines modernen Ehepaares einbettet, das während des Erzählens im eingeschneiten Auto miteinander diskutiert, frotzelt und schläft, erkennt der Rezensent einmal mehr den ebenso klugen wie „mitreißenden“ Erzähler, der mit seinem Stoff jongliert und ganz nebenbei Beschreibungen von „großer Virtuosität“ einflicht. Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.11.2018

___ 9. August  Am Müllerwäldchen 15
Glennkill von Leonie Swann (2005)
Schafe, und wie sie die Welt sehen: »Glennkill« ist warmherzig und witzig, spannend und ironisch, tiefsinnig und voller Überraschungen!
Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn leblos im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Trotz vieler Missverständnisse kommen sie der Menschenwelt mit ihrer Schafslogik nach und nach auf die Schliche und verfolgen unerbittlich die Spur des Täters. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde, bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären ...
Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Mit ihren ersten beiden Romanen „Glennkill“ und „Garou“ gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Beide Bücher standen monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und wurden bisher in 25 Sprachen übersetzt. Leonie Swann lebt heute umzingelt von Efeu und Blauregen in England.

 

AUSGEBUCHT! ___ 16. August  Ort geändert: Am Müllerwäldchen 15
Reise um die Welt von Georg Forster
Der Weltumsegler und Forscher, der Schriftsteller, der Aufklärer, der Revolutionär Georg Forster ist der geheime, der verdrängte, der unterschlagene Klassiker der deutschen Literatur. Goethe hat den blutjungen Autor des großen Berichts von der zweiten Weltreise des Captain Cook (1772–1775) bewundert, und er beobachtete sein Geschick bis zum einsamen Tod in einer Pariser Dachkammer mit einem beinahe brüderlichen Interesse, obwohl er die Ideen des Mitgründers der Rheinischen Republik in Mainz nicht gutheißen konnte. Aber wie sollte Goethe den Kollegen nicht schätzen, der von seiner Ankunft am schönsten Gestade der Südsee mit solch poetischem Elan zu berichten verstand?
Als sein bildmächtiger Bericht von James Cooks Weltumseglung seinem erstaunten deutschen Publikum vorgelegt wurde, sprach nicht nur Wieland von einem »der merkwürdigsten Bücher unserer Zeit«: Zwischen sachlichem Bericht und epischdramatischer Verve changiert der Ton, immer wieder unterbrochen von philosophischen Reflexionen, in denen Forster die Grundelemente des Menschseins an der sozialen Wirklichkeit misst.

 

AUSGEBUCHT! ___ 23. August  Kirchstraße 49
Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky (2017)
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf.  Unklar ist allerdings, wen es trifft. Aus dieser Geschichte entwickelt Mariana Leky ein Dorfporträt, mit wunderlichen Menschen, skurrilen Geschichten, mit viel Freud, aber auch Leid. Dabei gelingt es der Autorin, die Menschen lebendig zu zeichnen, liebenswert und lebensklug.
Dass dieses Buch ein Überraschungserfolg wurde, hängt auch mit der Leichtigkeit zusammen, die dieses Buch vermittelt. Und der Prise Humor, die immer wieder aufblitzt.
Mariana Leky studierte nach ihrer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Uni Hildesheim. Sie lebt in Berlin und Köln - also da, wo der Westerwald nicht so weit weg ist.

___ 30. August  Am Gonsbach, Zugang über Backesgaade, vor der Fußgängerbrücke rechts, ist beschildert
Unrast von Olga Tokarczuk (2018)
Was heißt es, in dieser rasenden Welt ein Körper in Bewegung zu sein? Nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit zu reisen? Da ist die Erzählerin, die unentwegt auf Wanderschaft ist, zu Fuß, im Auto, im Flugzeug und in Gedanken. Oder Eryk, den es als Fährmann in den hohen Norden verschlagen hat und der irgendwann mit seinen verdutzten Passagieren Kurs aufs offene Meer nimmt. Da ist der junge Mann, der langsam dem Wahnsinn verfällt, als Frau und Kind während eines Urlaubs plötzlich verschwinden, um ebenso plötzlich wieder­aufzutauchen. Und schließlich Chopins Schwester, die ihren Bruder abgöttisch geliebt hat und nun sein Herz auf eine letzte Reise nach Warschau begleitet.
Olga Tokarczuk, 1962 im polnischen Sulechów geboren, studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Sie zählt zu den bedeutendsten europäischen Autorinnen der Gegenwart und gewann viele Preise, u.a. den Man Booker International Prize für »Unrast«. 2019 wurde Olga Tokarczuk mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Das wäre gewesen:

FÄLLT AUS: Musik im Garten — 28. Juni 2020

Im Garten von Odile Landragin wird — eventuell zum zwölften Mal! — an verschiedenen Orten unterschiedliche Live-Musik erklingen, begleitet von Kaffee, Kuchen, Getränken und Häppchen ...

... im Jahr 2021!

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FÄLLT AUS: Hier&Jazz! #32 — 10. Mai 2020

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood.
In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

Manuel Seng | Piano
Emily Härtel | Cello

Beschreibender Text, Plakat und so kommt ...
... im Herbst, wenn das Coronavirus dann etwas eingedämmt ist.

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Hier war ein Film geplant — 25. April 2020

... entfällt wegen Corona.

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FÄLLT AUS: Hier&Jazz! #31 — 5. April 2020

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood.
In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

Marko Mebus | Trompete
Bastian Weinig | Kontrabass

Beschreibender Text, Plakat und so kommt ...
... im Herbst, wenn das Coronavirus uns dann weniger ärgert. 

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FÄLLT AUS: AFT — 18. März 2020

Die frisch mit dem Kulturpreis der Insel Gotland ausgezeichnete Musikerin Annika Fehling (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) kommt mit ihrem Trio (AFT) ins Rhein-Main!

Nein, doch nicht: Wegen Corona hat das Trio die Tournee abgesagt.

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FÄLLT AUS: Hier&Jazz! #30 — 15. März 2020

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood.
In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

Jens Bunge | Mundharmonika
Klaus Gasteiger | Gitarre

Wir haben sehr mit uns gerungen und uns dann doch entschieden, dieses Hier&Jazz! kurzfristig abzusagen.

Wenn das Coronavirus uns im Herbst weniger ärgert, hören wir die Künstler dann.  

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Das ist schon gewesen:

Hier&Jazz! #29 SPEZIAL — 2. Februar 2020, 11 Uhr — AUSVERKAUFT!

Kleine Jazz-Events in lockerer Atmosphäre mit Kaffee und Fingerfood.
In Kooperation mit hierundjetzt – Raum für die Künste.

superfro intim
Mehrfach hat superfro die größeren Locations für GonsKultur gefüllt und die Filmmusik für innere Bilder mit druckvollem Sound präsentiert. Nun, im wunderschönen kleinen hierundjetzt, wo sonst nur Solisten und Duos auftreten, gibt es dieses Quartett mal ganz anders zu erleben – ohne elektrische Verstärkung, diesmal ganz intim, fein, nah... das aktuelle Programm Trips, ergänzt um neue, bisher unveröffentlichte Titel... Kompositionen, die unmittelbar aus konkreten Erfahrungen entstanden... Vertonte Erlebnisse – humorvoll, berührend, skurril.
Lasst Euch von den Moderationen dazu inspirieren, mit der Musik in innere Bild- und Gefühlswelten einzutauchen. Lacht mit der Band, weint mit ihr, groovt mit ihr. Die Mischung aus Elementen der Weltmusik, House, Pop, Blues und Jazz, verschmilzt mit den authentischen Geschichten zu einem Gesamtkunstwerk. www.superfro.de

Frowin Ickler (Kontrabass) | Simon Höneß (Klavier & Moderation)
Jan Beiling (Saxophon) | David Tröscher (Perkussion) 

Eintritt: 15 Euro. 12 Euro für Mitglieder sowie Schüler*innen, Student*innen und Sozialhilfeempfänger*innen bei Vorlage des entsprechenden Ausweises.
Einlass ab 10:30 Uhr. Besonders begrenzte Platzzahl!

Anmeldung unter gk(at)gonskultur.de
Film- und Tonaufnahmen sind nicht gestattet.

hierundjetzt – Raum für die Künste, Grabenstraße 65
www.hierundjetztinmainz.de

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Jazz: Daniel Stelter & Tommy Baldu — 11. Januar 2020, 20 Uhr

Daniel Stelter ist einer der herausragenden Gitarristen hierzulande. Er hat sich mit seinem unnachahmlichen, unaufgeregten und doch so einprägsamen Stil einen Namen in der deutschen Musik-Szene gemacht. In diesem Duo prallen Stelters verspielt-melodische Gitarrenriffs mit voller Wucht auf Tommy Baldus expressive Trommelkunst. So unterschiedlich die beiden Charaktere in Temperament und Ausdruck sind, so gut ergänzen sie sich musikalisch. Hier probieren sich zwei gut eingespielte exzellente Könner ihres Fachs aus, fordern sich gegenseitig bis an ihre musikalischen Grenzen heraus und geben sich dabei alle Freiheiten.
Der Saiten-Experte Daniel Stelter wechselt zwischen Akustik-Gitarre, E-Gitarre und Mandoline, vom exakt gespielten Fingerstyle zu verzerrten Bottleneck-Glissandi, während Tommy Baldu zärtlich mit den Besen den Takt streichelt und dann mit kraftvollen Licks zu einem orkanartigen Rhythmus treibt. Blues, Jazz und Rock‘n Roll ziehen das Publikum in den Bann. Jazz-Standards und eigene Kompositionen verschmelzen zu einem eigenwilligen Sound, der Raum für spontane Momente lässt und dieses Konzert so spannend macht.
Multitalent Baldu trommelt auf allem, was ihm zwischen die Finger kommt und sorgt als zweiter Gitarrist für komödiantische Momente. Stelter ist der ruhende Pol. Er wechselt versiert zwischen technisch anspruchsvollen Improvisationen und Gesang. Ein Hörgenuss für alle, die Jazz und einfach nur gute Musik lieben.

Daniel Stelter hat Jazz-Gitarre studiert und bewegt sich stilsicher zwischen Jazz, Pop und Klassik. Er war Mitglied im Bundesjugendjazzorchester von Peter Herbolzheimer und hat als Studiomusiker und in Konzerten mit Künstlern wie Al Jarreau, Helen Schneider, Stephanie Neigel, Xavier Naidoo, Rio Reiser und Wolfgang Haffner zusammen gearbeitet. Seit Jahren ist er Gitarrist der erfolgreichen Fernsehproduktion „Sing meinen Song“. Neben eigenen Projekten ist Stelter Mitglied der Band von Ringsgwandl, in der auch der Schlagzeuger Tommy Baldu spielt.

Tommy Baldu ist als vielseitiger Musiker, der mit André Heller, Rio Reiser, Söhne Mannheims, Laith Al Deen, und Herwig Mitteregger gearbeitet hat, einer der gefragtesten Schlagzeuger in Europa.

Eintritt: 12 €. GonsKultur-Mitglieder: 10 €.

Kartenreservierung (Plätze frei wählbar) unter gk(at)gonskultur.de,
Abholung bis spätestens 19:45 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr

Jugendzentrum GONSO, Mainzer Straße 2

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